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Johann Wolfgang von Goethe

 

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Ich bin seit 2010 Lehrer am schönen Helmholtz-Gymnasium (HhG), wo es mir sehr gut gefällt. Obwohl ich Bonner bin, musste ich viele Jahre an auswärtigen Schulen in Brühl, Wipperfürth und Köln arbeiten. 2010 erfolgte dann endlich die lange ersehnte Versetzung nach Bonn. Herr Berg, mein damaliger neuer Chef, hatte dafür volles Verständnis und begrüßte mich daher auch mit folgenden Worten am HhG: "Es gibt nur zwei Sorten von Lehrern, die, die nach Bonn wollen, und die, die schon da sind". Wie wahr! Ich bin sehr erleichtert, seit 2010 zur zweiten Gruppe zu gehören. Herrn Berg werde ich daher immer dankbar sein, dass er mich von Köln nach Bonn ans HhG geholt hat. Jetzt kann ich mit dem Fahrrad zur Schule fahren, womit ein Traum wahr wird, den ich kaum noch zu träumen gewagt hatte. Es ist immer wieder eine große Freude, mit dem Rad durch die Südstadt, am Poppelsdorfer Schloss und den Uni-Instituten vorbei und schließlich über das Messdorfer Feld zu unserer schönen Schule im Grünen zu radeln; das habe ich mir lange gewünscht, und daher genieße ich die Fahrrad-Fahrt zum HhG jeden Tag aufs Neue.

Begeistert bin ich zunächst mal von dem tollen Schulgelände des HhG, das gerade für einen Biologen ein wahres Paradies ist. Die Lage im Grünen ist einfach wunderschön und ein echter Genuss! Das grüne Umfeld am HhG war daher auch mein erster wohltuender Eindruck, der sich bei näherem Hinsehen bestätigte. Das riesige Gelände, übrigens das größte aller Schulen der Stadt Bonn, ist von einem regelrechten "Grüngürtel" umgeben, was die besonders angenehme Atmosphäre der Schule ausmacht. Herr Berg bemerkte daher auch ganz richtig, dass man es bei dem weitläufigen Grundstück gar nicht registriert, dass das HhG (damals) über 1000 Schülerinnen und Schüler hat; alles verläuft sich in dem großen Gelände. Vor dem Fenster unserer Bio-Räume springen oft Eichhörnchen durch die Bäume. Und wenn ich am HhG das Fenster öffne, höre ich oft Vögel zwitschern. Das Schulgelände eignet sich dadurch auch hervorragend für biologische Untersuchungen (s. Fotogalerie vom Schulgelände), und nur ein paar Schritte vom Schulgelände entfernt ist man mitten in der Natur. Das genieße ich sehr, und das nutze ich natürlich auch gerne für den Bio-Unterricht. Das benachbarte Messdorfer Feld und das Derletal bieten sich besonders für kleine Ausflüge im Rahmen des Biologie-Unterrichts an: Fotogalerie von Unterrichtseinheiten im Umfeld der Schule

Genauso wohltuend ist das gute Betriebsklima am HhG. Ein ausgesprochen angenehmer Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen macht die Arbeit zu einer großen Freude. Sehr schön ist es auch, dass wir Biologen ein eigenes Biologen-Zimmer (Raum A 010) haben, wo man mich übrigens eher antrifft als im Lehrerzimmer (s. Foto). Die Schule ist super organisiert, und da ich es auch ganz anders kenne, weiß ich die Vorteile einer guten Organisation sehr zu schätzen. Unsere kompetente Schulleitung hat ein feines Gespür dafür, wer sinnvoller Weise an welcher Schaltstelle sitzt. Kompliment! Gute Leute sind rar, aber am HhG gibt es derer viele. Ein besonderes Lob verdient in diesem Zusammenhang Herr Thünker, der unsere EDV betreut. Das Internet und das besonders praktische Intranet für Lehrer sind große Klasse!

Toll finde ich, dass unsere Schule so viel sauberer ist, als ich es aus der Vergangenheit kenne. Ein großes Lob für den Top-Zustand unserer Schule verdient somit unser spitzenmäßiger Hausmeister, Herr Hennes. Er organisiert den Riesenladen einfach ganz hervorragend, ist immer ansprechbar, hilfsbereit und sorgt dafür, dass alles rund läuft. Das gilt natürlich auch für unsere Damen in der Verwaltung. Eine richtig gute Truppe!

Prima finde ich auch, dass unsere Schule so buntes Publikum hat. Das ist sehr realitätsnah und ein Spiegelbild unserer Welt. Das habe ich schon in Köln geschätzt, und das mag ich auch am HHG.

Nicht mehr ganz zeitgemäß ist unser Gebäude; daran lässt sich noch einiges verbessern. Zum Glück entsteht gerade ein schöner, zweckmäßiger Neubau, der Ende 2014 bezogen wird. Frau Kliesch und Herr Berg haben dafür schon sehr weit vorgearbeitet. Da ich in Köln schon mal an einem vergleichbaren Planungsprozess teilgenommen habe, hat mich Frau Kliesch ins "Bau-Team" berufen; gemeinsam mit den Architekten und den Vertretern der Stadt Bonn begleiten wir nun den Ersatzbau an Stelle des alten Variel-Baus. In dem Neubauprojekt steckt schon jahrelange Arbeit drin, auch wenn man es erst jetzt sieht. Der Neubau wird uns eine größere Mensa, 15 neue Unterrichtsräume, vier Besprechungsräume und zahlreiche Spezialräume bringen, so dass unsere schöne Schule fortan richtig gut aufgestellt sein wird. Außerdem wird das Umfeld mit allen möglichen heimischen Bäumen bepflanzt und wir haben schon jetzt im Außenbereich hinter der Turnhalle ein grünes Klassenzimmer bekommen, was uns Biologen besonders freut. Bis jetzt läuft der Neubau nach Plan und nach dem Einzug im Sommer 2015 wird der Altbau weiter renoviert. Wir sind zuversichtlich, dass danach die naturwissenschaftlichen Räume bald auch komplett erneuert werden. Dafür hat sich Frau Kliesch besonders eingesetzt.

Ganz toll finde ich auch die Stundenplan-Organisation. Herr Kaldeich macht das sehr gut. Und auch die Vertretungsorganisation ist bei Frau Stoll in guten Händen. Der zuverlässige Vertretungsplan ist ein weiteres Plus, und da er zusätzlich sogar online verfügbar ist, kann man sich schon zuhause auf Vertretungen und andere Umstellungen zum Tage einstellen. Da ich das auch ganz anders kenne, bin ich sehr froh darüber. Ich bin ich tief beeindruckt, wie zuverlässig und professionell die Organisation am HhG ist. Für eine so große Schule läuft der Laden absolut rund; so gut habe ich das noch nicht erlebt an anderen Schulen, wo ich vorher tätig war. Alle Achtung!

Sehr vorbildlich finde ich, dass die Schulleitung die Fachgruppen selbst planen lässt, wer welche Kurse übernehmen will. Im Zweifelsfall wird das Gespräch gesucht. Sehr kollegial! So können fast alle Wünsche berücksichtigt werden, und alle können zufrieden sein. Besser geht es nicht. Vielen Dank dafür, denn ich kenne das auch ganz anders.

Kurzum, das HhG ist eine gute, wohl organisierte und freundliche Schule. Ein Lob dafür gebührt der Schulleitung, die das HhG so aufgebaut hat und erfolgreich lenkt. Mit Frau Dr. von Hoerschelmann, die von der Schulkonferenz mit überwältigender Mehrheit gewählt wurde, haben wir seit 2013 auch wieder eine Schulleiterin, die als vormalige Fachleiterin ihre umfangreiche Erfahrung aus anderen Schulen gewinnbringend bei uns einfließen lässt und einen sehr fairen, kollegialen Führungsstil pflegt. Auch Frau Kliesch gebührt großer Dank; sie hat sich zehn Jahre als Stellvertreterin ganz besonders für unsere Schule eingesetzt und geht im Sommer 2015 in den wohlverdienten Ruhestand. Ich werde sie sehr vermissen. Um es auf den Punkt zu bringen: Nach (viel zu) vielen Jahren im "Kölner Exil" bin ich sehr, sehr froh, am HhG angekommen zu sein. Hier macht die Arbeit richtig Spaß und hier werde ich auch nicht mehr weg gehen. Es könnte nur schlechter werden!   

.: © 2015, R.Toonen, Bonn  :.